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ARGE Urnenhain befürwortet vergängliche Urnen

„Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub“ – schon seit Menschengedenken murmeln Geistliche diesen Spruch, wenn ein Mensch zu Grabe getragen wird. Woher er genau stammt, ist nicht überliefert. In der Bibel findet sich keine entsprechende Textpassage. Aber: diese liturgische Formel deckt sich vollkommen mit der Einstellung von uns Christen, wenn wir an unser Ableben denken.

Eine Einstellung, die seit jeher gelebt wurde und den Grundstein zur Entstehung von Friedhöfen in unserer Gesellschaft legte. Der Mensch, aus der gleichen Materie bestehend wie der gesamte Planet, als ein Teil der Erde, kehrt im Tode wieder dorthin zurück, woher er gekommen ist. Friedhöfe sind vergänglich, sie sind dazu da, unsere Hinterbliebenen zu beheimaten. Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub: dieser Aufgabe sind und waren Friedhöfe bzw. ihre Betreiber gewachsen - bisher. Denn zwischen Asche zu Asche schieben sich heute Urnenbehälter, die nicht biologisch abbaubar sind und den Friedhofsbetreibern künftiger Jahrzehnte – so darf man ohne Übertreibung prognostizieren - noch nicht zu ahnende Probleme bescheren werden, warnt die ARGE Urnenhain.

Die Asche wird vielerorts nicht zu Erde, die Asche wird aufbewahrt, wird konserviert – für wen, weiß man nicht. Was man aber sehr wohl weiß: konservierte Urnenasche, die also nicht in Erde übergehen kann, ist ein Problem, das Friedhöfe in Zukunft nicht mehr bewältigen können. Friedhofbetreiber müssen viel Aufwand betreiben, um die nicht biologisch abbaubaren, bzw. vergänglichen Urnenbehälter, die sich ansammeln werden, gesetzeskonform in die Erde beizugeben – ohne konservierungsfähige Urnenbehälter, damit das Problem nicht auf die nächste Generation geschoben wird!

Wenn Gräber, Urnennischen oder Urnengräber aufgelassen werden, offenbaren sich die Unterschiede, betont die ARGE Urnenhain. Bei aufgelassenen Gräbern, in denen Verstorbene in Erde zu Erde beheimatet waren, ist eine Auflösung der Grabstelle kein Problem für den Friedhofbetreiber. Bei Urnengräbern mit biologisch abbaubaren Urnenbehältern ist die Auflassung der Grabstelle ebenso kein Problem, weil der christliche Gedanke „Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub“ zu Ende gelebt wurde. Aufgelassene Grabstellen mit konservierter Urnenasche hingegen sind Fehler der Vergangenheit - und sie sind Tatsachen.

Es wird erhebliche finanzielle Mittel benötigen, um diese Fehler wiedergutzumachen. Die Fehler, die bei der Errichtung von Urnenwänden gemacht werden, rächen sich jetzt schon. Aus welchen Grund soll Urnenasche aufbewahrt werden und für wen? Urnennischen mit den Urnen von Verstorbenen, bei denen letztendlich keine Nachkommen mehr existieren, müssen aufbewahrt werden, kritisiert die ARGE. Sie appelliert an Friedhofsbetreiber, an Pfarrämter und Gemeinden: „Bitte weichen Sie diesem Mega-Problem der Zukunft aus. Ein Urnenbehälter ist kein Ausstellungspokal, Asche gehört zur Erde. Dies ist die einzige und wahre Aussage, wenn ein Friedhofsbetreiber der Zukunft gewachsen sein will!“

Asche zu Erde ist zugleich die kostengünstigste Variante für Behörden und Hinterbliebene. Es müssen keine Unsummen in Urnenwände investiert werden, es muss kein Geld für Urnen beherbergende Objekte in die Hand genommen werden. Unsere Natur erledigt diese Umwandlung von selbst. „Jede andere geplante Version ist Geld, welches der Friedhofsbetreiber besser einsetzen kann“, so die ARGE.

Die ARGE Urnenhain und ihre Mitgliedsbetrieben sind bestrebt, den Friedhofsbetreibern in all diesen Fragestellungen als kompetente Partner zur Verfügung zu stehen. Eine geballte Kompetenz, die sich aus 650 Mitgliedsbetrieben in ganz Österreich zusammensetzt und über die ARGE kostenfrei angeboten wird. Weitere Infos erhalten Interessierte beim nächsten Steinmetzbetrieb.

LIM Salzburg Helmut Moser Steinmetzmeister
Weitere Infos:

Arge Urnenhain - Steinzentrum Hallein
www.arge-urnenhain.at

 

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