IMG 6710 DxOUrnenwände, auch Kolumbarien (lat. columbarium = der Taubenschlag) sind vor einigen Jahrzehnten beinahe auf jedem Friedhof errichtet worden. Der Hintergrund für diesen Trend lag in der Tatsache, dass es sich bei der Urnenwand um eine absolut pflegefreie Grabform handelt. Das ist aber auch schon der einzige Vorteil. Denn die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass damit eine ganze Reihe von Nachteilen verbunden ist. Insgesamt könnte man sagen:

Urnenwände sind eine Bankrotterklärung an die Friedhofskultur!

Äußere Form: Urnenwände sind massive Betongebilde, die bei vielen Menschen Assoziationen an Kriegsgräber auslöst. Das Gesamtbild eines Friedhofes kann dadurch ebenfalls empfindlich gestört werden. Die Betonwand muss über einen langen Zeitraum halten, was aber wegen der ständigen Witterungseinflüssen nur mit einem erheblichen Erhaltungsaufwand ermöglicht werden kann.

 

Angehörige und Hinterbliebene klagen vielfach über fehlende Abstände zu anderen Grabstellen und vermissen so etwas wie einen privaten Rückzugsbereich. Auch die –oftmals – gewünschte Möglichkeit, die Grabstelle persönlich zu gestalten oder ausreichend zu schmücken, lässt sich bei einer Urnenwand kaum verwirklichen.  Für viele Hinterbliebene stellt das ein Problem dar, da sie nicht in dem Maße trauern bzw. gedenken können, wie sie es sich wünschen würden. Viele bedauern daher heute ihre Entscheidung von früher, als sie in dieser Form der Bestattung die passende Lösung sahen.

Vergänglichkeit: Die Urne mit der Asche ist in einer Nische der Betonwand untergebracht und wird dort sozusagen „nur“ zwischengelagert, ehe sie anschließend anonym bestattet bzw. unter die Erde eingebracht wird.

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