IMG 6710 DxOUrnenwände, auch Kolumbarien (lat. columbarium = der Taubenschlag) sind vor einigen Jahrzehnten beinahe auf jedem Friedhof errichtet worden. Der Hintergrund für diesen Trend lag in der Tatsache, dass es sich bei der Urnenwand um eine absolut pflegefreie Grabform handelt. Das ist aber auch schon der einzige Vorteil. Denn die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass damit eine ganze Reihe von Nachteilen verbunden ist. Insgesamt könnte man sagen:

Urnenwände sind eine Bankrotterklärung an die Friedhofskultur!

Äußere Form: Urnenwände sind massive Betongebilde, die bei vielen Menschen Assoziationen an Kriegsgräber auslöst. Das Gesamtbild eines Friedhofes kann dadurch ebenfalls empfindlich gestört werden. Die Betonwand muss über einen langen Zeitraum halten, was aber wegen der ständigen Witterungseinflüssen nur mit einem erheblichen Erhaltungsaufwand ermöglicht werden kann.

Trinitaets Urnenanlage

Trinitaets Urnenanlage
Keine Errichtungs- und auch keine Erhaltungskosten!

Kein Pflegeaufwand, etwa für das Entfernen von Blumenschmuck etc., die Reinigung des Vorplatzes oder für die Restaurierung!
Die Aufgabe der Errichtung, Pflege und Erhaltung sowie die Kosten dafür obliegen alleine den Besitzern bzw. den von ihnen beauftragten Unternehmen wie Steinmetz, Friedhofsgärtnereien etc.
Geringer Platzbedarf. Da in einem Urnengrab mehr Urnengefäße untergebracht werden können als in der Nische einer Urnenwand, die Größe der Gräber sich in Grenzen hält und die Einrichtung eines Vorplatzes entfällt, finden insgesamt mehr Urnen auf derselben Grundfläche Platz.

Beispiel: Auf einem Rasenfeld mit einer Fläche von 3,10 x 17 Metern werden Denkmäler im Maß von jeweils  100 cm Länge und 70 cm Breite untergebracht (diese Denkmalgröße wird in unserem Kulturraum seit Jahrhunderten bevorzugt). Sie stehen Rücken an Rücken und haben zueinander einen Abstand von 30 cm – das bietet genügend Freiraum für persönliches Gedenken und die Pflege des Grabes, vergleichbar mit alten Friedhöfen im Kirchenbereich.

Bild: Urnengemeinschaftsanlage (Trinität); MMag. lic. Johann Gutschi, Fa. SAKULT; Standort Friedhof Langenrohr

Der Steinmetz als Lebenserzähler. Das persönlich gestaltete Trauerzeichen, auch ein persönlich gestaltetes Zukunftszeichen?. Das Ahnenbuch der Gemeinde, ein Anker für die Hinterbliebenen.  Der Mensch kümmert sich ein Leben lang um seine Familie. Nach seinem Tod sich nicht mehr um seine Familie zu kümmern, ist nicht des Menschen Natur. Es ist erwiesen, dass die hinterlassene Familie einen Bezugspunkt  benötigt. Einen Trauerplatz und zugleich einen Zukunftsplatz, der persönlich gestaltet werden kann, der gelebt werden kann. Es gibt Statistiken, welche erforscht haben, dass Hinterbliebene welche keinen Trauer oder Gedenkplatz besuchen können, mit dieser Situation nicht fertig werden. Viele Bestattungsarten der heutigen Zeit nehmen dem Menschen seine Trauerbedürfnisse.
Viele Bestattungsarten geben dem Familienleben keinen Gedenkort, weil es keinen gibt. Und wenn es keinen Ort und kein persönliches Zeichen gibt, ist auch keine Geschichte vorhanden und der Mensch braucht für seine persönliche Zukunft seine Geschichte.

Das Ahnenbuch der Gemeinde, ein Ort der Geschichte und ein Ort der Zukunft zugleich.

UrnengraeberUrnengemeinschaftsanlagen entsprechen dem Bedürfnis der Hinterbliebenen nach geringer Grabpflege. Die Urnen werden unter kleinen Steintafeln in der Erde beigesetzt. Ein zentrales Denkmal dient als verbindendes Einheitselement. Die Anlage kann in eine kleine Grünfläche ästhetisch integriert werden.

UrnenwieseUrnenwiesen zeichnen sich durch eine hohe Ästhetik aus. Sie entsprechen dem menschlichen Bedürfnis der Trauerbewältigung und sind darüber hinaus äußerst günstige Begräbnisstätten Eine Urnenwiese braucht keine Gestaltung. Sie kann aber auch sehr diffizil und aufwändig gestaltet sein. Auf einer freien Friedhofswiese gruppieren sich spielerisch Urnendenkmäler zwischen Sträuchern und kleinen Baumgruppen. Es können je nach Geschmack Ruheplätze und Sitzbänke eingebaut werden.

Suche

Newsletter

Falls Sie über unsere laufenden Aktivitäten informiert werden wollen, melden Sie sich bitte zu unserem Newsletter an!

Zum Seitenanfang